Informationen zu Histaminintoleranz

 1. Februar 2015

Wie kann sich die Histaminintoleranz auswirken? 

Folgende Anzeichen können auf eine Unverträglichkeit hinweisen:

Kopfschmerzen, Migräne, Atemnot, Juckreiz oder Hautausschläge

Was ist Histamin?

Histamin entsteht beim enzymatischen Abbau bestimmter Eiweißbestandteile. Dieser Abbauprozess läuft bei der Reifung gewisser Lebensmittel ab.

Grundsätzlich gilt: Je länger ein Produkt gereift ist, umso höher ist sein Histamingehalt.

Normalerweise wird Histamin im menschlichen Organismus durch ein Enzym abgebaut. Bei empfindlichen Menschen können hohe Mengen an Histamin aus der Nahrung diesen Mechanismus jedoch überfordern und Beschwerden hervorrufen. Man spricht dann von einer Histaminintoleranz. Ab einer Aufnahme von etwa 10 mg Histamin können leichte Unverträglichkeitsreaktionen auftreten.

Welche Lebensmittel enthalten Histamin?

Vor allem solche, die einer Reifung unterzogen wurden oder leicht verderblich sind, enthalten größere Mengen davon: Rohwürste, Sauerkraut, Wein, Bier, Fisch oder bestimmte Käsesorten.

Besonders bei eiweißreichen Lebensmitteln wie Milch & Käse stellt sich oft die Frage nach deren Bedeutung für Menschen mit Histaminintoleranz. Zu den histaminreichen Milchprodukten gehören vor allem länger gereifte Hart- und Schnittkäse. Der Histamingehalt hängt dabei von der Reifungsdauer und von der Art der eingesetzten Reifungskultur im Käse ab. Dementsprechend kann auch der Schwankungsbereich bei den einzelnen Käsesorten sehr groß sein.

Soll ich nun besser auf Milchprodukte verzichten?

In der wissenschaftlichen Literatur wird über Unverträglichkeiten von Käse nur selten berichtet. Eine Erklärung dafür könnte sein, dass Histamin aus Käse im Magen-Darm-Trakt nur relativ langsam freigesetzt wird und dadurch die Schwellendosis für die Histaminwirkung höher ist. Außerdem darf man nicht alle Produkte in dieselbe „Milchkanne“ werfen:

Histaminarm und somit auch für Menschen mit Histaminintoleranz zum Verzehr geeignet sind frische Milch, Buttermilch, Sauerrahm, Sahne, Quark, Joghurt sowie Frischkäse und Hüttenkäse. Oft werden auch kurz gereifte Käsesorten wie Butterkäse oder junger Gouda gut vertragen.

Fazit: 

Personen mit Histaminintoleranz müssen besonders auf die persönliche Verträglichkeit von Lebensmitteln achten. Der gänzliche Verzicht auf Milch und Milchprodukte ist jedoch nicht notwendig. Es kommt auch hier auf die Auswahl an!

Für weitere Informationen kontaktieren Sie am besten Ihren Hausarzt.

Histamingehalt verschiedener Käsesorten (Werte in Klammern sind Maximalwerte).
Bergkäse 10 – 1200 mg/kg
Butterkäse <10 mg/kg
Camembert / Brie 10 – 300 (600) mg/kg
Emmentaler 10 -500 (2500) mg/kg
Gouda 10 -200 (900) mg/kg
Asmonte, Parmesan 10 – 150 mg/kg
Edelschimmelkäse 10 – 160 mg/kg

Hinweis: Diese Informationen sind ohne Gewähr.